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Alles zum Thema „Urlaub“

Klare Regeln für die schönste Zeit des Jahres: Was gilt es vor Urlaubsantritt zu beachten?

Nr. 32, 19. Juni 2013

Die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher plant für 2013 eine Urlaubsreise, die im Schnitt 10 Tage dauern wird.1 Berufstätige müssen den Konsum der schönsten Wochen im Jahr vorab genau abstimmen, denn auch der Arbeitgeber hat hier mitzuentscheiden.

Urlaubsanspruch

Laut Gesetz hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub, der vor allem dem einen Zweck dient: sich zu erholen. Die Höhe des Urlaubsanspruchs ist gesetzlich folgendermaßen festgelegt: Alle Beschäftigten haben je Arbeitsjahr Anspruch auf Urlaub in Höhe von 30 Werktagen inklusive Samstagen (fünf Wochen Urlaub). Bei langer Betriebszugehörigkeit sind auch 36 Werktage (6 Wochen) möglich. Nach drei Jahren verjährt der Urlaubsanspruch und kann nicht mehr geltend gemacht werden – außer es ist im Dienstvertrag explizit anders geregelt.

Richtige Genehmigung

Bevor der Urlaub angetreten werden darf, muss er vom Arbeitgeber genehmigt sein. Ab dann ist die Urlaubszeit für beide Seiten verpflichtend eingeteilt. Es ist nicht mehr möglich, dass der Arbeitnehmer ohne Okay des Arbeitgebers beschließt, seinen Urlaub nicht anzutreten. Ebenso wenig darf der Arbeitgeber den geplanten Urlaub ohne Zustimmung des Arbeitnehmers eigenmächtig streichen.

Änderung des genehmigten Urlaubs

Eine Verschiebung eines bereits genehmigten Urlaubs muss für beide Seiten einvernehmlich erfolgen. Einen Urlaub streichen kann der Arbeitgeber nur, wenn ein schwerwiegender Bedarf vorliegt. In jedem Fall muss er dann anfallende Stornokosten des Mitarbeiters übernehmen. Im Gegenzug kann der Arbeitnehmer seinen Urlaub nicht spontan verlängern – auch hier braucht er vorab eine schriftliche Genehmigung. Anders ist es mit vorab verhängten Urlaubssperren: Liegt ein gewichtiger betrieblicher Grund vor, kann diese verhängt werden. Die Ankündigung hat aber rechtzeitig zu erfolgen.

Zwang zum Betriebsurlaub

Gerade in ganz kleinen, aber auch sehr großen Unternehmen ist der klassische Betriebsurlaub üblich. Dabei wird zum Beispiel die Ordination gesperrt, oder die gesamte Produktion ruht für einen bestimmten Zeitraum. Dieser verordnete Urlaub ist mit dem Arbeitnehmer abzustimmen. Meist geschieht das gleich durch die Vereinbarung im Arbeitsvertrag. Es darf allerdings nicht der gesamte Jahresurlaub vom Betriebsurlaub erfasst sein.

Sonderfall: Arbeitslose

Auch Arbeitslose dürfen auf Urlaub gehen. Sie müssen ihren Urlaub aber dem AMS melden und bei Inlandsurlauben auch die vorgeschrieben Kontrolltermine einhalten. Bei Auslandsurlauben erhalten sie für die Dauer der Abwesenheit kein Arbeitslosengeld.

Urlaubsvorbereitung im Job

Während des Urlaubs geht der Erholungszweck vor. Arbeitnehmer sind nicht verpflichtet, während dieser Zeit erreichbar zu sein oder E-Mails abzufragen. Die gute Vorbereitung des Urlaubs sollte das auch gar nicht notwendig machen. Deshalb rechtzeitig mit der Übergabe beginnen und dabei folgende Punkte beachten:

  • Den Urlaub vorbereiten: Termine planen, Kollegen und Kunden informieren, Projekte organisieren
  • Eine geordnete Übergabe zu den laufenden Projekten samt Aufgaben und Kontaktdaten
  • Prioritäten setzen: Was muss noch vor dem Urlaub erledigt werden? Was kann warten?
  • Klare Kommunikation der Erreichbarkeit – wenn überhaupt
  • Einrichten einer Abwesenheitsnotiz
  • Schreibtisch aufräumen und alles geordnet verlassen

Wenn möglich die Arbeit ausklingen lassen und nicht bis zum Schluss stressen. Ebenso ist ein softer Einstieg nach dem Urlaub wichtig, damit die Erholung länger anhält.

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1 IMAS International Institut für Markt- und Sozialanalysen, 2013

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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