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Heizen mit Kalkül

Welche Heizung passt zu welchen Bedürfnissen?

Nr. 34, 17. Oktober 2013

Wärme zählt zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Mit Heizungen versucht man seit Jahrhunderten, diesen Bedarf vor allem in der kalten Jahreszeit zu stillen. Für jede Wohnart, Gegebenheit und jedes Umfeld gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten passenden Heizmethoden.

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So heizt Österreich

Allein auf die Heizung entfallen laut Statistik Austria 2012 rund 14% der Stromkosten österreichischer Haushalte. Am weitesten verbreitet ist immer noch das klassische Heizmaterial Holz. Laut Statistik Austria kam 2011/12 in 26% aller Haushalte Holz als Energieträger für die Raumwärme zum Einsatz. Auf Platz zwei folgt bereits Naturgas (24%), dicht gefolgt von Heizöl (23%). Fernwärme verwenden 13% der Haushalte. Absoluter Ausreißer ist hier Wien mit einem Naturgas-Anteil von 62% und 26% bei der Fernwärme. Alle anderen Heizarten sind in diesem Bundesland vernachlässigbare Größen.

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Heizkosten als Preistreiber

Auch wenn die Inflation im August dieses Jahres auf 1,8% sank, so verzeichnete die Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser, Energie“ laut Statistik Austria doch Preisanstiege von 2,1%. Die Haushaltsenergie verteuerte sich im Durchschnitt nur um 1%, weil die Heizölpreise deutlich dämpfend wirkten, aber Strom stieg um 3,6%, Fernwärme um 4% und Gas um 0,1%.

Entscheidungshilfen

Zum Heizen gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Welche Variante die passende ist, hängt von zahlreichen Gegebenheiten ab. Sollte die Errichtung einer neuen Heizung geplant oder der Umstieg von einem bestehenden Heizsystem auf eine andere Methode angedacht sein, können folgende Punkte bei der Entscheidungsfindung helfen:

  • Anschaffungskosten bzw. Investitionskosten
    Darunter fallen sämtliche Kosten, die notwendig sind, um das Heizsystem in Betrieb zu nehmen, wie z.B. Kosten für den Heizkessel, Montagekosten etc.
  • Öffentliche Förderungen
    Je nach Bundesland, aber auch teilweise bundesweit gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten für die Errichtung einer neuen oder die Sanierung einer bestehenden Heizanlage. Einen ersten Überblick bietet der Wegweiser Förderungen der Austrian Energy Agency www.energyagency.at
  • Verbrauchsgebundene Kosten
    Darunter fallen die Kosten, die für den Betrieb der Anlage notwendig sind, wie Gas-, Öl- oder Stromkosten.
  • Instandhaltungskosten
    Dazu zählen die Kosten für die Wartung und Instandhaltung der Heizanlage, z.B. durch den Rauchfangkehrer.

Auch wenn die Beantwortung dieser Fragen genaue Recherchen erfordert, liefern die Ergebnisse eine gute Basis für die Entscheidungsgrundlage. Immerhin halten Heizsysteme viele Jahre, weshalb auch die Entscheidung dafür gut durchdacht sein sollte.

Kurzer Überblick über die Heizsysteme

Hier eine kurze Zusammenfassung der gängigsten Heizsysteme mit ihren Vor- und Nachteilen:

  • Gas
    Ist ein Gasanschluss vorhanden, zählt Gas derzeit zu den günstigsten Heizmethoden bei relativ wenig Umweltbelastung. Es ist keine Lagerhaltung erforderlich, und das Heizen selbst ist ohne Aufwand möglich. Wie die Preisentwicklung in den nächsten Jahren verlaufen wird, lässt sich heute noch nicht sagen.
  • Öl
    Moderne Ölheizungen arbeiten sehr energieeffizient, setzen aber dennoch CO2 frei. Darüber hinaus ist ein Lagertank erforderlich. Durch das Schwanken der Ölpreise ist es schwer, den günstigsten Zeitpunkt für das Befüllen des Tanks zu finden. Für den Betrieb ist dann kein weiterer Aufwand erforderlich.
  • Holz
    Scheitholz ist meist günstiger als Öl oder Gas, erfordert aber mehr Aufwand: Einerseits ist regelmäßiges Einheizen samt Schmutzentwicklung notwendig, weiters müssen Holzscheite besorgt und vor allem gelagert werden. Wer nicht viel zu Hause ist, hat Probleme mit dem aufwändigen Nachlegen.
  • Pellets oder Hackschnitzel
    Bei beiden Varianten werden Holzabfälle CO2-neutral verbrannt. Darüber hinaus ist der vollautomatische Betrieb möglich. Nachteile sind der notwendige Lagerplatz für die Holzpellets sowie die relativ hohen Kosten für die Anschaffung der Anlage.
  • Alternative Energien
    Das Heizen mit Wärmepumpen (Luft, Wasser, Erdwärme) wird immer beliebter. Allerdings sind hier die Anschaffungskosten hoch und stellen besondere Anforderungen an die Grundstücksgegebenheiten. Solarheizungen eignen sich aufgrund der geringen Leistung während der Heizperiode nur als Zusatzheizungen bzw. für die Erzeugung von Warmwasser.
  • Fernwärme
    Diese Heizform ist vor allem in Ballungsgebieten zu finden, da sie eine zentrale Einrichtung erfordert. Ihr Vorteil liegt im aufwands- und wartungsfreien Betrieb.

Heizkosten sparen

Aber egal für welche Variante des Heizens man sich entscheidet, Heizkosten lassen sich immer sparen. Zu den einfachsten Tipps dafür zählen die folgenden minimalen Verhaltensänderungen, die sich leicht umsetzen lassen:

  • Stoßlüften mehrmals pro Tag bei geöffneten Fenstern und abgedrehter Heizung erleichtert den Luftaustausch und hilft so, Heizkosten zu reduzieren.
  • Heizungsregelung entsprechend dem Lebensrhythmus, z.B. kühler in der Nacht und tagsüber, warm in der Früh und am Abend.
  • Raumtemperatur allgemein absenken und im Notfall zu wärmerer Kleidung greifen.
  • Heizkörper frei lassen und nicht hinter Möbeln oder Vorhängen verstecken.
  • Fenster durch Rollläden oder Vorhänge abdecken.
  • Regelmäßige Entlüftung der Heizkörper.
  • Die Dämmung der Wohnung bzw. des Hauses sollte dem aktuellen Stand entsprechen, ebenso der Zustand der Fenster.
  • Türen zwischen den Räumen schließen und die Temperatur raumspezifisch einstellen.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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