Startseite (ALT+1) Zum Inhalt (ALT+2) Zu den Zusatzinformationen (ALT+3) Zum Anfang (ALT+4) Suche (ALT+5) Zum Online-Banking Login (ALT+6)

Wir verwenden Cookies und Analysesoftware, um unsere Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Für Infos und zum Deaktivieren klicken Sie auf unsere Datenschutzbestimmungen.

ING-DiBa Austria Redaktionsservice
Zurück zur Übersicht

Vom Verlieren und Finden

Wenn etwas verloren geht: Ein Leitfaden für das richtige Verhalten.

Nr. 32, 19. Juni 2013

Wer kennt es nicht: Das Handy ist auf einmal weg. Oder der Rucksack bleibt im Bus liegen. Nicht immer lässt sich danach feststellen, ob es ganz von alleine passiert, also ein Verlust ist, oder ein Dritter nachgeholfen hat, also ein Diebstahl vorliegt. Beides ist unangenehm – vor allem aber im Urlaub. Was ist nun genau zu tun, wenn Eigentum abhanden kommt?

Klare Regelung im Heimatland

Relativ einfach ist es für denjenigen, der seinen Urlaub in Österreich verbringt. Hier ist die Vorgehensweise bei Verlusten genau geregelt. Grundsätzlich sind dafür das Gemeindeamt bzw. der Magistrat zuständig. Funde werden jeweils an die Fundservicezentrale weitergeleitet und dort ein Jahr lang aufbewahrt. Nach Ablauf der Frist kommen geeignete Sachen im Dorotheum zur Versteigerung.

Unter www.fundamt.gv.at lassen sich verlorene Sachen suchen. Es ist dafür erforderlich, ein Formular auszufüllen und darin den verlorenen Gegenstand zu beschreiben. Automatisch wird er dann mit den gefundenen Gegenständen verglichen. Gleichzeitig kann man auch online eine Verlustmeldung erstellen und wird dann verständigt, wenn ein passender Gegenstand gefunden wird. Die gebührenpflichtige Service-Line 0900 600 22 hilft werktags zwischen 8 und 18 Uhr weiter.

Gehen persönliche Gegenstände in öffentlichen Verkehrsmitteln verloren, ist die Zentralstelle des jeweiligen Verkehrsbetriebs die richtige Ansprechstelle.

Wichtige Dokumente

Bei Verlust des Passes oder Personalausweises ist keine Meldung oder Anzeige notwendig. Es reicht, den Verlust der Passbehörde zu melden und die Ausstellung eines neuen Reisepasses zu beantragen. Ebenso verhält es sich, wenn Zulassungsschein und Typenschein verloren werden. In beiden Fällen reicht die Meldung bei der Zulassungsstelle. Dort wird sofort ein Duplikat ausgestellt.

Sonderfall Führerschein

Heikler ist es mit dem Führerschein. Sein Verlust oder der Verlust von Kennzeichentafeln ist bei der nächsten Dienststelle des öffentlichen Sicherheitsdienstes bzw. der Landespolizeidirektion oder Bezirksverwaltungsbehörde unverzüglich (binnen einer Woche) anzuzeigen. Die Bestätigung über den Verlust des Führerscheins gilt innerhalb Österreichs während der nächsten vier Wochen als Führerscheinersatz. Auch mit der Verlustanzeige der Kennzeichentafel in Verbindung mit einer selbstgebastelten Tafel darf man das Auto noch eine Woche lenken. Spätestens dann muss man sich eine neue Kennzeichentafel bei der Zulassungsstelle besorgt haben.

Geldwerte Unterlagen

Geht eine Konto- oder Kreditkarte verloren, heißt es schnell zu sein: Umgehend die Karte sperren lassen (entweder in der Bankfiliale oder über die zuständige Hotline) und eine Verlustanzeige erstatten. Geht ein Sparbuch verloren, kann es mithilfe der Sparbuchnummer in der Bankfiliale gesperrt und ein Duplikat erstellt werden. Zusätzlich ist meist eine Kraftloserklärung notwendig.

Verlust des Handys

Der Verlust des Handys kann ziemlich teuer werden, dabei zählt nicht nur der Wert des Gerätes selbst, sondern vor allem mögliche Telefongebühren oder gar der Missbrauch der paybox durch einen Unbefugten. Deshalb bei Verlust umgehend eine Sperre beim Mobilfunkbetreiber beantragen sowie sonstige geldwerte Dienste (paybox) stornieren.

Verlust im Ausland

Allein aufgrund der Sprachbarrieren, aber auch der mangelnden Ortskenntnisse und Gepflogenheiten ist ein Verlust im Urlaubsland extrem unangenehm. Folgendes Vorgehen ist empfohlen, sobald das Fehlen eines Gegenstandes bemerkt wird:

  • Bei Verlust des Reisepasses oder Personalausweises ist auf jeden Fall eine Verlustanzeige bei der örtlichen Polizei zu machen. Mit dieser Anzeige kann die österreichische Vertretungsbehörde (Botschaft oder Konsulat) einen Notpass für die Rückreise ausstellen. Zurück in Österreich kann man sich mit der ausländischen Verlustanzeige an das Passamt wenden. Wurde der Pass allerdings gestohlen, ist es erforderlich, auch bei der österreichischen Polizei eine Diebstahlsanzeige zu machen und dann aufs Passamt zu gehen.
  • Geht der Führerschein im Ausland verloren, auf jeden Fall bei der örtlichen Polizei melden. Je nach Land besteht entweder die Möglichkeit, einen zeitlich begrenzten Touristenführerschein zu bekommen, oder es ist erlaubt, – natürlich zeitlich begrenzt – mit der Verlustanzeige unterwegs zu sein. Zurück in Österreich sind eine Verlustanzeige bei der Polizei und die Neubeantragung notwendig.
  • Bei Verlust der Kreditkarte gilt: sofort sperren lassen über die Notrufnummer. Die meisten Kreditkartenunternehmen bieten ihren Kunden dann eine Notfallskarte an, die rasch verfügbar ist, oder eine Bargeldanweisung. Gibt es hier Probleme, kann auch die Vertretungsbehörde helfen – im schlimmsten Fall kann sogar ein Darlehen für die Heimreise gewährt werden, das aber natürlich wieder zurückbezahlt werden muss.

In dringenden Fällen ist der Bereitschaftsdienst des Außenministeriums rund um die Uhr unter folgender Rufnummer erreichbar: +43 50 11 50-4411 bzw. +43 19 0115-4411.

Wenn der Koffer weg ist

Auch hier gibt es nur eines: Unverzügliche Meldung bei der Fluglinie mit dem dafür vorgesehenen Formular. Diese hat entweder ein Notfall-Set parat oder ersetzt einen Teil der Kosten für die Anschaffung notwendigster Gegenstände (Toiletteartikel, Kleidung). Trotzdem:

  • Alle Belege von Neuanschaffungen sammeln und bei der Fluglinie einreichen.
  • Taucht das Gepäck wieder auf, sofort auf Vollständigkeit und Unversehrtheit kontrollieren. Bei Annahme ohne Vorbehalt gilt das Gepäck als in Ordnung, und es ist nicht mehr möglich, einen weiteren Schaden geltend zu machen.
  • Taucht der Koffer auch nach einer Frist von 21 Tagen nicht auf, gilt es, die Fluglinie schriftlich zu informieren. Die Fluglinie muss den Zeitwert des Kofferinhalts mit derzeit maximal 1.350 Euro ersetzen.

Und wenn etwas gefunden wird?

Der Finder ist grundsätzlich zur Rückgabe verpflichtet, wenn der Wert des Fundes 10 Euro übersteigt. Das gleiche gilt auch, wenn der Gegenstand für den Eigentümer wichtig ist, wie zum Beispiel ein Ausweis oder eine Kreditkarte. Zuständig dafür ist als Fundbehörde das Gemeindeamt oder der Magistrat. Als Dankeschön hat jeder Finder Anspruch auf Finderlohn bei verlorenen Sachen in Höhe von 10% des Wertes und bei vergessenen Sachen von 5% des Wertes. Meldet sich der Eigentümer nicht mehr, kann der Fund nach Ablauf eines Jahres an den Finder ausgefolgt werden. 

Mehr zeigen

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
+43 1 68000 - 50181
presse@ing-diba.at

Telefon

Sie erreichen uns 24/7 unter 0800 22 11 22 – oder nutzen Sie unseren Rückruf-Service.

E-Mail

Schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder einfach direkt an info@ing-diba.at

Vielleicht auch interessant:

Zur Suche
Zum Anfang scrollen
Für ein besseres Nutzererlebnis aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihrem Browser.