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Teure Zähne

Für ein strahlendes Lächeln, aber wer trägt die Kosten?

Nr. 31, 17. April 2013

Gepflegte, strahlend weiße Zähne sind nicht nur ein Zeichen von Gesundheit, sondern auch ein Schönheitsideal. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es, von klein auf die Zähne zu putzen und zu pflegen sowie regelmäßig den Zahnarzt zu besuchen. Das legt eine gute Basis für ein ansehnliches Gebiss. Was aber tun, wenn zu viel Schokogenuss in der Kindheit irreparable Schäden hinterlassen hat? Wenn die Zähne schief stehen oder sich der Unterkiefer verschiebt?

Die Basisversorgung

Grundsätzlich erfolgt die Behandlung bei einem Vertragszahnarzt der Krankenkassen für Versicherte und deren mitversicherte Angehörige kostenlos, wenn Behandlung und Material in der Leistungsvereinbarung inkludiert sind. Da es in Österreich allein neun Gebietskrankenkassen sowie zahlreiche Betriebskrankenkassen und Sonderversicherungsträger gibt, kann sich der Leistungsumfang jeweils unterscheiden.

Kosten für Zahnbehandlungen

Welche Kosten die Krankenversicherung bei der Zahnbehandlung trägt, kann im Einzelfall stark variieren. Es bleibt nichts anderes übrig, als sich individuell bei der eigenen Krankenkasse zu erkundigen und folgende Fragen zu klären:

  • Welche Leistungen erbringt die Kasse?
  • Wie hoch ist der Selbstbehalt?
  • Gibt es Wartefristen?
  • Welche Voraussetzungen bestehen für die Erbringung von Sonderleistungen?
  • Muss die Behandlung bereits vorab genehmigt werden?
  • Bei all diesen Fragen hilft auch gerne der behandelnde Zahnarzt weiter.

Bestehen Finanzierungslücken?

Wer nicht auf Standardmaterial wie Amalgam zurückgreift, wird sehr rasch feststellen, dass sich die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung oft in Grenzen halten. Die entstehenden Finanzierungslücken sind vom Patienten selbst zu decken. Es liegt also im konkreten Fall beim Patienten selbst, ob er sich eine bestimmte Behandlung leisten kann bzw. will. Immerhin sagen 5% der Österreicherinnen und Österreicher, dass sie im vergangenen Jahr ihre Ausgaben für die Gesundheit aufgrund der wirtschaftlichen Situation reduziert haben.1 Es gilt deshalb, die Vor- und Nachteile einer Behandlungsform von allen Seiten – medizinisch, kosmetisch und finanziell – zu beleuchten und sorgfältig abzuwägen. In vielen Fällen sind Zahnbehandlungen auch nicht so dringend, was Zeit gibt, sich das Angebot durch den Kopf gehen zu lassen.

Leistungen vergleichen

Für umfassende Behandlungen wie Zahnspangen oder Implantate gibt es oft nur einen geringen Zuschuss durch die Krankenkasse – obwohl die Kosten dafür teils enorm sind. Auch wenn es um die Gesundheit geht, gilt es dennoch, sich genau zu informieren. Dazu gehört einerseits die zweite Meinung eines medizinischen Experten unter dem Aspekt, ob die Behandlung tatsächlich erforderlich ist und wie sie am besten durchgeführt wird. Andererseits lohnt sich das Einholen eines zweiten Angebots, um die Kosten und die inkludierten Leistungen vergleichen zu können.

Wahlärzte

Wahlärzte sind Ärzte im In- oder Ausland, die keinen Vertrag mit einer Krankenkasse besitzen. Ihre Leistungen sind von den Patienten direkt zu bezahlen, die Rechnungen können aber danach bei der entsprechenden Krankenkasse eingereicht werden. Allerdings sind Wahlärzte nicht an die Tarife der Krankenversicherungsträger gebunden, die die Basis für die Bezuschussung bilden. Die tatsächlich entstandenen Kosten sind in diesem Fall für die Kassen nicht interessant.

Ordnung in den Finanzen

Ist die Zahnbehandlung abgeschlossen, daran denken die Rechnung bei der Krankenkasse einzureichen. Je nach Krankenkasse gibt es hier unterschiedliche Fristen, ehe der Anspruch auf Leistung erlischt. Für die Einreichung sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Originalrechnung mit Patientenname, Sozialversicherungsnummer und Wohnadresse sowie eine genaue Auflistung der erbrachten Leistungen samt Kosten der Einzelleistungen und Behandlungsdatum
  • Zahlungsnachweis durch Vermerk der Barzahlung oder durch Kontoauszug
  • Bekanntgabe der Bankverbindung

Achtung: Vorab jedenfalls eine Kopie der Rechnung anfertigen, da das Original nicht mehr zurückgesandt wird.

Steuerliche Sonderbehandlung

Da Zähne und vor allem das Korrigieren der Zahnstellung für viele eine große finanzielle Belastung darstellen, nimmt auch das Finanzamt darauf Rücksicht. Die Kosten für Zahnbehandlungen sind steuerlich absetzbar und wirken einkommensmindernd, wenn sie im Rahmen der ArbeitnehmerInnen-Veranlagung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Ausgaben außergewöhnlich sind, zwangsläufig erwachsen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, das heißt, dass der individuelle Selbstbehalt (resultierend aus Einkommen und Unterhaltsleistungen) überschritten wird.

Zusatzversicherung für Zähne

Eine weitere Absicherung zusätzlich zu der gesetzlich vorgesehenen Mindestversicherung bieten Zusatzversicherungen, die auf Zahneingriffe beschränkt sind. Das Angebot dafür ist breit und finanziell unterschiedlich. Aber auch hier gilt es, die tatsächliche Leistung im Ernstfall genau zu überprüfen und nachzurechnen, ob es nicht sinnvoll ist, selbst für den dentalen Notfall zu sparen.

Kriterien für einen guten Zahnexperten

Unabhängig von den Kosten ist die Behandlung durch einen fachlich versierten Experten wesentlich. Ganz oben steht dabei immer noch die Empfehlung aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Hier eine Checkliste, wie sich ein guter Zahnmediziner noch erkennen lässt:

  • ausreichend Zeit für die Behandlung
  • umfassende Beratung
  • offene Information über Kosten
  • Hinweis auf Alternativen samt Vor- und Nachteilen
  • Wartezeit hält sich im Rahmen
  • Hygiene und Sauberkeit
  • freundliche Behandlung
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1 Umfrage des Marktforschungsunternehmens TNS im Auftrag der ING-DiBa, November 2012

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Patrick Herwarth

Pressesprecher
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