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Mit dem Fahrrad durch den Alltag

Nicht nur am Europäischen Tag des Fahrrads am 3. Juni. Tipps für den richtigen Umgang mit dem Drahtesel.

Nr. 31, 17. April 2013

Radfahren wird immer beliebter. Der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) hat berechnet, dass sich die erstrampelte Kilometeranzahl österreichweit zwischen 2000 und 2011 verdoppelt hat. Viele nutzen das Fahrrad täglich – egal ob für den Weg ins Büro, zum Einkauf oder zum Vergnügen. Denn als Pedalritter lassen sich sowohl Geld als auch Zeit sparen. Der Betrieb des Fahrrads ist dank Muskelkraft kostenlos, und gerade bei kürzeren Strecken überholt das Fahrrad oft mühelos das Auto. Durch seine zeitliche Flexibilität ist es auch öffentlichen Verkehrsmitteln klar überlegen. Da es sich beim Fahrrad um ein Verkehrsmittel handelt, sind seine Nutzung und Ausstattung allerdings gesetzlich genau geregelt.

Diese Ausstattung ist Pflicht

Jedes Fahrrad, auch ein E-Bike, das sich im öffentlichen Verkehr bewegt, muss gewisse Ausstattungsmerkmale vorweisen. Fehlen diese, macht sich der Nutzer strafbar. Konkret zählen dazu:

  • Licht für Dämmerung und Dunkelheit: Scheinwerfer vorne und Rücklicht
  • Rückstrahler: vorne und hinten sowie Reflektoren an den Rädern („Katzenaugen“) plus Pedalrückstrahler
  • Akustische Warneinrichtung, z.B. Klingel
  • Zwei Bremssysteme

Für Kinder bis 12 Jahre gilt die Helmpflicht. Für Erwachsene sind Helme nicht zwingend vorgeschrieben. Sinnvoll ist es, immer ein kleines Reparaturset, eine Pumpe sowie einen Ersatzschlauch mitzuführen. Denn damit lässt sich auch ein Patschen im Ernstfall rasch beheben.

Das passende Rad finden

Bei Rädern ist die Auswahl enorm groß – ebenso die Preisspanne. Wer den Erwerb eines Drahtesels in Erwägung zieht, sollte sich vorab Gedanken darüber machen:

  • Wozu brauche ich das Fahrrad: Stadtverkehr, Sport, Gelände?
  • Wie hoch ist das Budget?
  • Wie wichtig ist Prestige – oder kommen auch Räder vom Diskonter oder aus zweiter Hand in Betracht?
  • Ist ein E-Bike eine Überlegung wert?

Fällt die Entscheidung für ein Fahrrad, sind vor allem die passende Größe, leichtes Gewicht sowie die Qualität der Schaltung und der Bremsen entscheidend dafür, dass die Ausfahrt tatsächlich auch zu einem Vergnügen wird. Damit dieses möglichst lange erhalten bleibt, lohnen sich eine sorgfältige Behandlung des fahrbaren Untersatzes, eine regelmäßige Kontrolle der Bremsen und der Schaltung sowie ein paar Tropfen Öl für die Kette.

Das Fahrrad im Straßenverkehr

Mit 31. März 2013 sind einige Änderungen für die Benutzung des Fahrrades in Kraft getreten. Wesentlich darunter sind:

  • Verbot des Telefonierens während der Fahrt: Wie für Autofahrer gilt nun die Pflicht, eine Freisprecheinrichtung zu verwenden.
  • Nutzungspflicht des Radweges teilweise aufgehoben: Die Benutzung eines vorhandenen Radweges ist nicht mehr überall zwingend vorgeschrieben. Das ist vor allem für Sportliche eine interessante Änderung.
  • Schaffung neuer Verkehrsflächen, die ein besseres und individuelleres Miteinander von allen Verkehrsteilnehmern ermöglichen sollen, dazu gehören Fahrradstraßen und Begegnungszonen.

Geld verdienen mit dem Fahrrad

Fahrrad zu fahren ist eine der günstigsten Fortbewegungsarten, da das Rad mit Muskelkraft betrieben wird. Zusätzlich kann bei der Benutzung des Fahrrads für Arbeitswege auch Kilometergeld verdient werden, wenn die gefahrene Strecke länger als 2 Kilometer ist. Mit 38 Cent ist dieses nur geringfügig niedriger als für die Nutzung eines Autos (42 Cent). Im Vergleich mit den damit verbundenen Kosten ist es sogar sehr lukrativ.

Diebstahlsicherung

Im vergangenen Jahr wurden in Österreich insgesamt 24.755 Fahrräder gestohlen (laut VCÖ). Um diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden, helfen folgende Sicherheitstipps:

  • Investition in ein gutes Fahrradschloss: Bewährt haben sich vor allem Bügelschloss, Panzerkabelschloss oder Rahmenschlösser mit Kette.
  • Optimales Anhängen des Fahrrads: Idealerweise sowohl Rahmen als auch Vorderrad an einer unbeweglichen Sache, wie einem Fahrradständer, montieren und zusätzlich auch das Hinterrad sichern.
  • Versperren des Fahrrades auch in abgeschlossenen Räumen
  • Das Fahrrad an belebten Orten abstellen und nicht über lange Zeiträume stehen lassen
  • Vorgesehene Abstellanlagen benutzen

Für Fahrräder kann eine eigene Diebstahlsversicherung abgeschlossen werden, manche Haushaltsversicherungen bieten auch diesen Schutz. Allerdings lieber nachrechnen, ob der Versicherungsschutz und die damit verbundenen Voraussetzungen tatsächlich rentabel sind. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Rad codieren oder registrieren zu lassen, so kann es, wenn es gefunden wird, eindeutig zugeordnet werden. Für eine allfällige Diebstahlsmeldung ist es sinnvoll, ein Foto des Fahrrades sowie die Daten (Hersteller, Seriennummer) parat zu haben.

Tipp: Wird das Fahrrad regelmäßig über längere Zeit abgestellt, zum Beispiel tagsüber beim Bahnhof, eignet sich ein günstiges, gebrauchtes Rad, das keinen hohen Wert hat, aber bequem zu fahren ist.

Versicherung für Radler

Fahrrad fahren an sich ist gesund. Die Bewegung an der frischen Luft verbessert die Kondition, baut die Muskulatur auf und produziert keine Abgase. Die Schattenseite ist die erhöhte Unfallgefahr. Allein 2011 verunglückten österreichweit mehr als 5.700 Radfahrer (laut Kuratorium für Verkehrssicherheit). Die meisten der Unfälle passieren in der Freizeit und sind deshalb bei Folgeschäden versicherungstechnisch nur minimal gedeckt. Für Vielradler kann sich daher eine gute Unfallversicherung auszahlen und vor Spätfolgen eines Unfalls zumindest finanziell schützen.

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Pressekontakt

Patrick Herwarth

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