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Ehrenamtlich arbeiten

Damit die Freude überwiegt.

Nr. 35, 12. Dezember 2013

Egal, ob Trainer der Kindermannschaft beim Fußball, Helfer in der Stadtbibliothek oder Retter bei der Freiwilligen Feuerwehr – ihnen allen ist gemeinsam: Sie sind neben ihrem Beruf ehrenamtlich für einen Verein oder eine gute Sache tätig. Mit ihrem Einsatz tragen sie nicht nur dazu bei, die Gesellschaft bunter und vielfältiger zu machen, sondern leisten oft auch wichtige Hilfe, die sonst kaum zu bezahlen wäre.

Fakten der Freiwilligkeit

Eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz vom Mai 2013 ergab, dass 46% der Bevölkerung unbezahlt für Organisationen bzw. Vereine oder im Rahmen der Nachbarschaftshilfe tätig sind. Rund 3,3 Millionen Menschen in Österreich verrichten Freiwilligenarbeit in irgendeiner Form außerhalb des eigenen Haushaltes. In Organisationen und Vereinen arbeiten rund 2 Millionen Menschen unbezahlt mit. Männer sind vor allem in Sportvereinen und im Katastrophen- und Rettungsdienst deutlich in der Überzahl, Frauen besonders im Sozial-, Bildungs- und kirchlichen Bereich.

Nachweis der Freiwilligkeit

Freiwillige Tätigkeiten fördern aber auch die soziale Kompetenz und die Fertigkeiten der Helfer selbst. Mit dem Freiwilligenpass kann das gesellschaftliche Engagement nun auch Dritten, zum Beispiel einem Arbeitgeber, gegenüber nachgewiesen werden.

Die Haftungsfrage

Aber auch Ehrenamtliche sind nur Menschen, und wo etwas getan wird, kann auch etwas passieren. Sei es das Kind, das sich beim Training verletzt, oder der Freiwillige Feuerwehrmann, der bei einem Einsatz einen Unfall verursacht – oder gar selbst zu Schaden kommt. In jedem Fall stellt sich die Frage, wer dafür aufkommt.

Die richtige Absicherung

Je nachdem, wem der Schaden entsteht, bestehen unterschiedliche Haftungsvorschriften. Mitglieder anerkannter Rettungs- und Einsatzorganisationen (z.B.: Feuerwehr, Rotes Kreuz oder Samariterbund, Bergrettung etc.) haben einen so genannten „öffentlichen Schutz“. Anders ist es bei den übrigen Freiwilligen. Handelt ein Ehrenamtlicher in Ausübung der entsprechenden Tätigkeit grob fahrlässig oder vorsätzlich, haftet er selbst für den entstandenen Schaden. In allen anderen Fällen haftet der Verein, wofür eine Versicherung abgeschlossen sein sollte. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um eine Sammel-Haftpflicht und Sammel-Unfallversicherung für freiwillig Tätige. 2012 wurde die Haftung des Vereinsobmanns mit seinem Privatvermögen reduziert: Leichte Fahrlässigkeit ist nun von einer Privathaftung ausgeschlossen. In manchen Bundesländern erhalten Ehrenamtliche bereits einen kostenlosen Versicherungsschutz. Wer plant, sich ehrenamtlich zu engagieren, sollte dieses Thema jedenfalls bereits im Vorfeld ansprechen.

Arbeitszeit versus Einsatzzeit

Wenn es brennt, dann wird erwartet, dass die Freiwillige Feuerwehr zu Hilfe eilt. Aber ob der Arbeitgeber das auch so sieht? Freiwillige Mitarbeiter bei Hilfsorganisationen dürfen der Arbeit fernbleiben, wenn es um die Abwendung einer Gefahr von Leib und Leben geht. Allerdings muss der Arbeitgeber umgehend darüber informiert werden und die Abwesenheit muss auf das notwendigste Maß beschränkt werden. Wer bei Katastrophen freiwillig mithelfen möchte, muss das mit dem Arbeitgeber absprechen und meist Zeitausgleich oder Urlaub dafür in Anspruch nehmen. Bei dringender Nothilfe ist ein Fernbleiben vom Arbeitsplatz auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers erlaubt – allerdings muss er darüber (auch nachträglich) informiert werden. In manchen Bundesländern können freiwillig für Hilfsorganisationen Tätige Anspruch auf teilweise Entschädigung bei nachgewiesenem oder glaubhaft gemachtem Verdienstentgang geltend machen.

Keine Sozialversicherungspflicht für Ehrenamtliche

Da Ehrenamtliche unentgeltlich arbeiten, entsteht bei ihrer Tätigkeit auch keine Sozialversicherungspflicht. Das gilt auch für Angehörige des Ehrenamtlichen, die unentgeltlich mithelfen. Dafür ist allerdings erforderlich, dass zum Beispiel der Erlös aus einer Veranstaltung dem Verein zugute kommt und nicht unter den Helfern aufgeteilt wird.

Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit?

Es gibt zahlreiche Vereine und Einrichtungen, die gerne auf die Hilfe von Ehrenamtlichen zurückgreifen. Wer in der Umgebung keine derartige Möglichkeit kennt, kann es auch über eine der zahlreichen Plattformen versuchen. Ehrenamtliche erhalten meist eine Ausbildung und werden laufend geschult. Sie gehören zu einem Team und haben so die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.
Interessierte können sich unter folgenden Adressen über ein mögliches Ehrenamt informieren: www.ehrenamtsboerse.at, www.freiwilligenweb.at, www.72h.at. Im Herbst 2014 findet auch wieder die Freiwilligenmesse in Wien statt (www.freiwilligenmesse.at).

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Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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