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ING-DiBa Austria Redaktionsservice
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Schulden bewältigen

Nahezu jeder zweite Österreicher (genau 47%) hat Konsumschulden. Dies schlägt sich wiederum bei jedem Zweiten aufs Gemüt – so das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung der ING-DiBa im Frühjahr 2016. Umso wichtiger ist es, möglichst rasch die Situation zu bewältigen und Lösungen zu finden.

Nr. 64, 1. Juli 2016

Die tragischen Gründe der Überschuldung

Laut Schuldenreport 2015 der asb Schuldnerberatungen GmbH (www.schuldenberatung.at) ist Arbeitslosigkeit bzw. Einkommensverschlechterung der mit Abstand am häufigsten genannte Grund für Überschuldung (Männer: 42%, Frauen: 38%). An zweiter Stelle steht die (gescheiterte) Selbstständigkeit (Männer: 23%, Frauen: 14%). Auf Platz drei landet der mangelhafte Umgang
mit Geld bzw. falsches Konsumverhalten (Männer: 14%, Frauen: 16%).

Ver- oder überschuldet?

Gemäß Definition aus EU-SILC (Erhebung der EU-Mitgliedsstaaten zu Einkommen und Lebensbedingungen) ist verschuldet, wer aktuelle Kreditverpflichtungen hat und dabei gegebenenfalls auch sein Konto überzieht.
Bei der Überschuldung handelt es sich um aktuelle Rückstände (oder solche der letzten zwölf Monate) bei Kreditraten für Wohnung oder Konsum sowie bei laufenden Zahlungen (wie Miete, Betriebskosten, Strom und Gas) oder wenn fällige Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlt werden können.

Was tun?

Das Wichtigste ist, die Augen vor der Realität nicht zu verschließen. Gerade in Phasen großer psychischer Belastung neigen wohl viele dazu und missachten Warnsignale. Dabei gilt es doch, die Flucht nach vorne anzutreten, und zwar in dieser Reihenfolge:

  • Überblick verschaffen: Schuldenstand erheben, Einnahmen/Ausgaben genau auflisten, ev. schon künftige Verpflichtungen berücksichtigen
  • Schuldenabbauplan entwickeln: entweder selbst oder (noch besser) mithilfe der Schuldenberatung www.schuldenberatung.at
  • Zahlungsrückstände sofort aktiv bearbeiten: Mahnungen, Fristen ernst nehmen, mit Gläubigern Kontakt aufnehmen
    Tipp: Eine Anleitung zum Verhandeln mit Gläubigern ist u.a. in der Broschüre des Sozialministeriums zu finden: http://www.privatkonkurs.at/download/Ausweg_gesucht_final.pdf
  • Kredite bündeln: oft sind inadäquater Konsum und damit verbundene teure Kredite der Grund für Verschuldung, daher versuchen, teure Kredite durch günstige abzulösen
  • Existenz absichern: Wohnung, Gesundheit, Ernährung, aber auch der eigene Arbeitsplatz sind abzusichern (z.B. durch entsprechende Arbeitsleistung)
  • Einkommen erhöhen: Überstunden, Nebenjob, Steuerbefreiungen
  • Selbstkritische Betrachtung des eigenen Ausgabeverhaltens und entsprechende Änderung

Wann das Gericht richtet

Wer es selbst bzw. außergerichtlich nicht schafft aus der Überschuldung zu kommen und sich mit Gläubigern zu einigen, wird früher oder später mit dem Gericht zu tun haben. Dieses wird auf Betreiben der Gläubiger zunächst einen Zahlungsbefehl schicken. Kann dem nicht entsprochen werden, folgen Lohnpfändung und/oder die Pfändung des beweglichen Vermögens. Schlimmstenfalls droht die Zwangsversteigerung von Haus oder Wohnung.

Retten, was zu retten ist

Bei definitiver Zahlungsunfähigkeit kann das sogenannte Schuldenregulierungsverfahren (umgangssprachlich: Privatkonkurs) eröffnet werden. Der Schuldner bekommt damit die Chance, sich durch einen Sanierungsplan, einen Zahlungsplan oder ein Abschöpfungsverfahren aus eigener Kraft aus dem Finanzdilemma zu retten.
Konkret soll er nach sieben Jahren mindestens 10% der Schulden an die Gläubiger sowie alle Masseforderungen, wie z.B. Verfahrenskosten zurückbezahlt haben. Bei Erfüllung aller Pflichten erteilt das Gericht die Restschuldbefreiung, womit der restliche Teil der Schulden erlassen ist.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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