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ING-DiBa Austria Redaktionsservice
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Ruhig Blut bei Zahlungsschwierigkeiten

Ende mit schlaflosen Nächten: Den finanziellen Engpass aktiv managen.

Nr. 25, 17. April 2012

Etwa 300.000 österreichische Haushalte haben Schulden. Immer mehr flüchten in den Privatkonkurs. 5,7% mehr Privatkonkursanträge im Vorjahr zeigt die österreichische Schuldnerberatung auf.
Soweit sollte es jedoch gar nicht kommen. Denn wer rechtzeitig aktiv wird und Schritt für Schritt seine „Hausaufgaben“ erledigt, hat gute Chancen, den finanziellen Engpass zu überwinden.

Jetzt essenziell: aktives Engpassmanagement

In Phasen merklicher Geldverknappung heißt es für den Schuldner unbedingt aktiv werden. Wer wartet, verliert. Grundlage für das Engpassmanagement ist zunächst eine genaue und vor allem schonungslos ehrliche Analyse der Situation. Dazu gehört eine Auflistung aller Schulden und Verbindlichkeiten samt Daten der Gläubiger. Die Gesamtsumme aber auch die genaue Betrachtung der Details bringt mehr Klarheit.

Triple-S: Diese Schulden sind existenzbedrohend

So lohnt sich eine Kategorisierung der Schulden bzw. Verbindlichkeiten. „SSS“ wären z.B. jene Schulden, die dringend behandelt werden müssen, da man sonst mit bedrohlichen Konsequenzen zu rechnen hätte. Hierzu zählen etwa Rückstände bei Miete und Strom.
„SS“ wären Verbindlichkeiten (wie z.B. Kredite), die über einen gewissen Zeitraum verringert und „S“ jene Verpflichtungen, die gekündigt oder zumindest auf Warteposition gestellt werden können (wie Abos oder Mitgliedschaften).
Herrscht über alle Schulden Klarheit, gilt es ein ambitioniertes, aber auch realistisches Ziel zu stecken, das in Relation zu den Einkünften steht.

Verhandeln, verhandeln und nochmals verhandeln

Sind die Ziele bei jeder Position bekannt, heißt es aktiv werden und die ganze Kraft in die Verhandlungen mit den Gläubigern zu stecken. So könnten beispielsweise mit dem Vermieter besondere Vereinbarungen getroffen werden, um den Zahlungswillen zu bekräftigen. Lassen Sie dabei auch Ihrer Kreativität freien Lauf. Denn warum sollte zeitweise Mithilfe im Gemeinschaftsgarten keinen Gegenwert haben?

Mit Banken und Versicherungen können gute Deals gemacht werden. So können neue Vereinbarungen getroffen werden, nicht unbedingt notwendige Leistungen eingeschränkt oder eine Prämienfreistellung erwirkt werden. Fragen Sie auch immer nach den damit verbundenen Spesen – auch für diese kann es eine Sondervereinbarung geben, die Ersparnisse bringt.

With a little help from my friends

Geht es sich dann noch immer nicht aus, kann geborgtes Geld von Freunden und Verwandten eine kurzfristige Überbrückungshilfe sein. Aber Achtung: regeln Sie auch dies mit einem Vertrag (mehr dazu in dieser Ausgabe von „Rund ums Geld“).
Betrachten Sie auch die Schuldnerberatung als Freund und nehmen Sie rechtzeitig Kontakt auf. Hier erhalten Sie kompetente Beratung.

Und auch Banken gehören durchaus auf die Freundesliste, denn heutzutage sind sie auf solche Situationen vorbereitet und bieten Maßnahmenpakete für Kunden, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Fragen Sie danach, melden Sie sich und warten Sie nicht zu lange zu damit.

Bloß: überziehen Sie nicht Ihr Girokonto, denn die Überziehungszinsen sind zum Teil extrem hoch. Versuchen Sie einen Teil der Schulden in einem Konsumkredit zu bündeln. Ihre Bank berät Sie gerne und die Arbeiterkammer bietet online eine Auflistung der günstigsten Konsum- bzw. Privatkredite: www.bankenrechner.at.

Planen, sparen, kontrollieren

Niemand ist vor Überraschungen gefeit und jeder kann mal Pech haben. Kurzfristige finanzielle Engpässe sind immer wieder Teil des Lebens.
Wer allerdings vorausschauend plant, kommt rascher aus der Misere.
Tipps, wie man finanzielle Engpässe vermeidet, bzw. schneller überbrückt:

  • Machen Sie ein Haushaltsbudget, stellen Sie regelmäßig ihre Einnahmen und Ausgaben gegenüber.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Fixausgaben und Ihre variablen Ausgaben und denken Sie über Einsparungspotenziale nach.
  • Machen Sie keine leichtfertigen Anschaffungen.
  • Größeren Anschaffungen sollte ein realistischer Finanzierungsplan zugrunde liegen.
  • Sparen Sie für den Notgroschen. Dieser sollte mindestens zwei Nettogehälter betragen.
  • Nehmen Sie sich zweimal jährlich genügend Zeit, um zu prüfen, ob Ihr Weg auch tatsächlich stimmt. Bewegen Sie sich tendenziell in Schuldenrichtung, ziehen Sie rasch die Bremse und beachten Sie die Hinweise zum Thema „Engpassmanagement“.
  • Bauen Sie gute Beziehungen auf: zu Freunden, Verwandten, aber auch zu Ihrer Bank und Ihrem Betreuer bei der Versicherung – Sie könnten sie noch brauchen: für eine günstige Ratenvereinbarung aber auch für einen Nebenjob, der Ihr Budget kurzfristig aufbessert.
  • Und last but not least: bleiben Sie optimistisch und realistisch.
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Patrick Herwarth

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