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Gut genug für einen Kredit?

Von der Bank durchleuchtet: Gut genug für einen Kredit? So lässt sich die Bonität steigern.

Nr. 28, 17. Oktober 2012

Von Basel II bis zur Kreditklemme, von Einkommensnachweis bis Bürgschaft: Es ist nicht immer einfach, einen Kredit zu bekommen. Denn egal ob für die Eigentumswohnung oder das ersehnte Haus, das notwendige Auto oder die Sanierung des Badezimmers – Banken wollen wissen, wem sie ihr Geld borgen und vor allem auch, ob der Schuldner in der Lage sein wird, das Geborgte pünktlich und mit Zinsen zurückzuzahlen. Denn Exekutionen kosten, weshalb Geldinstitute es am liebsten nicht darauf ankommen lassen.

Standardinformationen über Kreditwerber

Dennoch wirken einige Banken sehr entspannt bei der Kreditvergabe. Die Anforderungsliste der Nachweise ist in manchen Fällen sehr kurz und umfasst lediglich:

  • Einkommensnachweis der vergangenen drei Monate
  • Wohnsitz in Österreich
  • Ausweis
  • Vorliegen eines Girokontos

Handelt es sich um einen zweckgebundenen Vertrag, wie Wohn- oder Autokredit, ist zusätzlich der Nachweis über die Verwendung erforderlich. Aber seit Einführung des Darlehens- und Kreditrechtsänderungsgesetzes 2010 haben Banken die Pflicht, Kreditwerber auf ihre Zahlungsfähigkeit hin zu überprüfen.

So wird die Bonität bewertet

Treten Zweifel an der tatsächlichen Zahlungsfähigkeit auf, wird der Kreditwerber genauer durchleuchtet. Dazu zählen Angaben über den Beruf, wobei auch ein Informationsanruf beim Arbeitgeber möglich sein kann. Die Wohngegend wird analysiert, und der Kreditwerber wird aufgefordert, eine Haushaltsrechnung vorzulegen, die belegt, dass er in der Lage ist, die Raten abzuzahlen. Nach zusätzlichem Vermögen, wie Sparbüchern oder Versicherungen, wird gefragt. Vorhandene Schulden, abgegebene Bürgschaften und offene Exekutionsverfahren werden geprüft.

Wo alle Daten gebündelt sind

Das Unternehmen Deltavista stellt Bonitätsdaten über Privatpersonen und Unternehmen bereit. Auch der Kreditschutzverband von 1870 sammelt und verwaltet Daten von Unternehmen und Privatpersonen, die ihre Bonität betreffen. Einmal im Jahr kann jede Privatperson eine kostenlose Selbstauskunft zu den über sich selbst vorhandenen Eintragungen einholen. Sind falsche oder bereits verjährte Daten noch vorhanden, können diese richtiggestellt werden.

Der Kreditschutzverband von 1870 sammelt Daten zu folgenden Bereichen:

  • Kleinkreditevidenz: Daten über Finanzierungen, wie Höhe und Dauer eines Kredites etc., sowie allfällige Zahlungsschwierigkeiten.
  • Warenkreditevidenz: Zahlungsschwierigkeiten mit Dienstleistungsunternehmen, wie Exekutionen oder Eintreibung durch Inkassobüros
  • Warnliste: Probleme mit Banken, wie Fälligstellung von Girokonten oder unerlaubte Kartenverwendung

Zusätzliche Sicherheiten

Hat die Bank das Gefühl, dass die vorhandene Bonität nicht reicht, verlangt sie zusätzliche Sicherheiten. Das Spektrum reicht dabei von der Gehaltsverpfändung über eine Eintragung im Grundbuch, eine Kreditrestschuldversicherung oder einen zuverlässigen Bürgen. Zusätzlich ändert die Bank meist auch die Kreditkonditionen. Das heißt für den Konsumenten: Sein Kredit wird teurer.

Beeinflussung möglich?

Für Kreditwerber ist es schwierig, die Bonität positiv zu beeinflussen, da viele Faktoren, wie Beruf, Alter, Geschlecht, Wohnort oder Ausbildung, starr sind. Aber folgende Maßnahmen heben die Kreditwürdigkeit:

  • Tilgung vorhandener Schulden
  • Bereinigung der KSV-Einträge
  • Grundsätzlich keine Bürgschaften eingehen
  • Rechnungen pünktlich zahlen, sodass keine Inkassoaufträge oder Mahnverfahren entstehen

Wer aus dem Rahmen fällt

Schwierig wird es dementsprechend für Personengruppen, die nicht in das klassische Angestelltenschema passen, wie Selbstständige, Freiberufler oder Pensionisten. Doch auch diese Gruppen brauchen manchmal eine Bankenfinanzierung. Das zeigen die Zahlen der ING- DiBa: Rund ein Sechstel aller Kreditnehmer sind 60 Jahre oder älter. Für sie wird das Erreichen einer Kreditzusage deutlich schwieriger, weshalb das Kreditgespräch auch eine besondere Vorbereitung braucht. Vor allem sollte es schlüssige Antworten auf folgende Fragen geben:

  • Wie hoch ist Ihr Einkommen und woher stammt es?
  • Welche Sicherheiten haben Sie zu bieten?
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Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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