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ING-DiBa Austria Redaktionsservice
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Die Finanzierung des eigenen Hauses

Streng kalkulieren, genau vergleichen: Gut vorbereitet für eine große Investition

Nr. 30, 20. Februar 2013

Nicht ganz die Hälfte der Österreicher (44%) wohnt in Eigentum, egal ob Haus oder Wohnung. Ein niederer Wert, denn ganze vier Fünftel sind der Meinung, dass vom finanziellen Standpunkt aus gesehen Eigentum günstiger ist als Miete. Fast drei Viertel glauben aber auch, dass es heute schwieriger ist, Eigentum zu erwerben, als noch vor zehn Jahren. Genau so viele Österreicher sorgen sich auch darum, dass junge Leute kaum in der Lage sein werden, sich Eigentum leisten zu können.

Sorgfalt bei der Finanzierung

Ein eigenes Haus ist nun einmal eine sehr große Investition, bei der man sich auf Jahrzehnte hinaus verpflichtet. Es ist dabei egal, ob das Eigenheim selbst gebaut, als Fertighaus beauftragt oder gebraucht gekauft wird. Umso wichtiger ist die durchdachte Finanzierung. Entscheiden sich Herr und Frau Österreicher für den Kauf einer Immobilie, gehen sie sehr bedacht vor: 90% wählen die Finanzierungsform und die finanzierende Bank nach dem Zinssatz. Für 89% spielen die Gebühren eine große Rolle bei der Entscheidung, und 86% beschäftigen sich mit der Art der Verzinsung. Für zwei Drittel ist aktuell ein fixer Zinssatz die Finanzierung der Wahl.1 Grundsätzlich gibt es bei der Finanzierung von Wohnungseigentum fünf gängige Varianten:

  • Wohnbauförderung
  • Hypothekarkredit
  • Bauspardarlehen
  • Endfälliger Kredit
  • Wohnkonto

Jede dieser Finanzierungsformen hat individuelle Besonderheiten, die sowohl Vor- als auch Nachteile bieten. Der genaue Vergleich unterschiedlicher Angebote ist daher wesentlich, um die optimal passende Finanzierung zu finden.

Die Wohnbauförderung

In jedem Bundesland unterschiedlich geregelt, gewährt die Wohnbauförderung günstige Darlehen oder Zuschüsse zu Bauvorhaben. Die Voraussetzungen sind landesspezifisch und weichen stark voneinander ab, ebenso die Höhe und Konditionen der einzelnen Fördermaßnahmen. Konkret ist die Unterstützung durch das Land an verschiedene Voraussetzungen gebunden, zu denen unter anderem Einkommensobergrenzen, Größenbeschränkungen des Eigenheims sowie Anforderungen an die Bauweise zählen.

Der Hypothekarkredit

Bei dieser Kreditform hängen Kaufvertrag und Kredit eng zusammen. Das Kreditinstitut lässt sich zur Sicherung seiner Forderung im Grundbuch an erster Stelle eintragen. Sollte der Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann der Kreditgeber so direkt auf die Immobilie zugreifen, sie verwerten lassen und seine Ausstände eintreiben. Gekennzeichnet ist diese Kreditart zusätzlich durch:

  • eine lange Laufzeit
  • Absicherung des Kreditgebers durch die Eintragung in das Grundbuch an erster Position
  • volle Haftung des Kreditnehmers
  • langes Zahlen von Zinsen
  • in der Anfangsphase zahlt man nur wenig für die Tilgung und dafür eine hohe Zinsenlast
  • in der Endphase des Kredits drehen sich dann die Werte.

Das Bauspardarlehen

Im Gegensatz zum Hypothekarkredit unterliegt das Bauspardarlehen strengen Voraussetzungen, die nicht nur die Bonität des Kreditwerbers betreffen. Dazu gehören:

  • Eine Ansparzeit, die mindestens eingehalten werden muss oder durch eine Zwischenfinanzierung überbrückt werden kann. Die Details sind je nach Anbieter unterschiedlich geregelt.
  • Eine Deckelung des Darlehensbetrags mit maximal 180.000 Euro (bei Ehepaaren oder Lebensgemeinschaften 360.000 Euro)
  • Ein Mindestwert an vorhandenen Eigenmitteln, der vertraglich geregelt ist
  • Eine Zinssatzobergrenze von maximal 6%, während der konkrete Zinssatz ein bis zwei Mal im Jahr neu festgesetzt wird

Der endfällige Kredit

Bei dieser Finanzierungsform werden während der gesamten Laufzeit lediglich die Zinsen für die Kreditsumme bezahlt. Der Kredit selbst wird nicht getilgt, sondern am Ende der Laufzeit auf einmal zurückbezahlt. Das dafür nötige Kapital wird durch einen Tilgungsträger (Fonds oder Lebensversicherung) angespart. Der Kreditnehmer geht dabei davon aus, dass der Tilgungsträger sich während der Kreditlaufzeit so entwickelt, dass letztlich genügend Kapital zur Deckung der Schulden vorhanden ist.

Das Wohnbaukonto

Hier handelt es sich um eine Variante des Rahmenkredits, die allerdings auf Bauzwecke beschränkt ist. Gerade bei dieser Form der Finanzierung ist ein genauer Kostenvergleich wesentlich, denn durch seine Flexibilität ist das Wohnbaukonto erheblich teurer als andere Finanzierungsformen. Gut eignet sich diese Finanzierungsform für kurze Zwischenfinanzierungen während der Bauzeit oder zur Überbrückung wenn zum Beispiel noch kein Käufer für die vorhandene Eigentumswohnung gefunden wurde.

Der Effektivzinssatz zählt

Wesentlich beim Vergleich der verschiedenen Finanzierungsvarianten ist nicht der nominelle Zinssatz, der häufig beworben wird. Denn über die Gesamtkosten gibt nur der Effektivzinssatz Auskunft. Er enthält neben den Raten inklusive Zinsen auch Gebühren und Spesen. Zum effektiven Zinssatz kommen aber noch Kontoführungsgebühren und allfällig erforderliche Kosten für Versicherungen hinzu. Auch sie erhöhen die Zahlungen.

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1 Umfrage des Marktforschungsunternehmens TNS im Auftrag der ING-DiBa, September 2012.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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