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Einkaufsgemeinschaften auf dem Prüfstand

Gemeinsam geht es besser: Vor- und Nachteile der kollektiven Schnäppchenjagd.  

Nr. 24, 16. Februar 2012

„Nimm drei – zahl zwei!“ Wohl die einfachste Art von Mengenrabatt zu profitieren. Was liegt also näher, als sich zu Einkaufsgemeinschaften – in der neudeutschen Diktion auch Power-, Community- oder Social-Shopping genannt – gezielt zusammenzuschließen, die Kaufkraft zu bündeln und so günstigere Preise und Rabatte zu erzielen? Ganz einfach und rasch geht das mit den unbegrenzten Möglichkeiten des Internets.

So funktioniert es

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von den diversen Plattformen wie etwa Groupon oder Daily Deal zu erfahren. Manche Konsumenten suchen danach gezielt im Internet, stolpern zufällig darüber oder werden von Freunden auf die Angebote hingewiesen. Um in den verschiedenen „Deals“, die gerade aktuell sind, überhaupt stöbern zu können, ist eine zumeist kostenlose Registrierung notwendig. Danach steht dem Shoppingvergnügen quasi nichts mehr im Wege.

Mögliche Angebote

Das Angebot an Shopping-Gemeinschaften im weitesten Sinn ist unerschöpflich. Die angebotenen Deals reichen von Essensgutscheinen über Karten fürs Fitnessstudio bis zu Pauschalreisen. Eines haben aber allen verlockende Offerte gemeinsam: Die Anbieter haben nichts zu verschenken. Das heißt auch, dass es nichts gratis gibt. Denn in irgendeiner Form zahlt der Kunde immer. Vorsicht und eine kritische Einstellung sind deshalb durchaus angebracht.

Künstlicher Termindruck

Viele Anbieter arbeiten mit allen Tricks der Verkaufspsychologie – etwa künstlich erzeugtem Termindruck, denn die Aktion gilt nur kurze Zeit. Konsumenten geraten dadurch in Zugzwang, den Kauf möglichst rasch abzuschließen. Gleichzeitig werden sie so animiert, die Sites öfters zu besuchen, um kein interessantes Angebot zu verpassen.

Zusätzlich motiviert das Kaufen in der Gruppe dazu, Freunde und Bekannte auf das Angebot aufmerksam zu machen. Dieses Verhalten wird auch durch kleine Dankeschöns und Prämien gefördert, die ja bekanntlich die Freundschaft und Kundentreue erhalten – ein weiterer beliebter Trick. Das Interesse der Organisatoren dahinter: der Deal kommt nur zustande, wenn sich in einem festgelegten Zeitraum eine bestimmte Menge an Käufern gefunden hat Zugleich entsteht eine künstliche Nachfrage nach Produkten, von deren Existenz die Konsumenten zuvor oft gar nichts wussten – und die sie bis dato auch nicht benötigten.

Ein weiterer Aspekt: Datenschutz

Die Teilnahme am fröhlichen Power-Shopping erfordert gewisse Voraussetzungen: Alle Anbieter verlangen eine Registrierung. Dazu gehört auch die Preisgabe von Daten. Gefragt wird dabei zumeist nach E-Mail-Adresse, Name und Postanschrift, aber auch Angaben zu Telefonnummer, Geburtsdatum, Kindern, Hobbys, Lebenssituation etc. werden gerne verlangt. Konsumenten werden mit Geburtstagsgutschriften, Newsletter-Angeboten etc. geködert, ihre persönlichen Informationen preiszugeben. Wie vertraulich die Daten letztlich behandelt werden, bleibt oftmals offen.

Tipp: Zurückhaltung ist angesagt – auch bei Kundenkarten

Eine Idee ist es, sich stets mit einem Pseudonym oder einer speziell kreierten Mailadresse zu registrieren. Das sichert ein gewisses Maß an Datenschutz und Privatsphäre. Grundsätzlich sollten Mitgliedschaftswerber auch nur Informationen bekannt geben, die als verpflichtend gekennzeichnet sind. Selbstverständlich sollte es sein, die Bedingungen einer Mitgliedschaft genau durchzulesen und bei offenen Punkten nachzuhaken. Das gilt auch für die in realen Geschäften stark beworbenen Kundenkarten. Bevor die Entscheidung für eine Mitgliedschaft fällt, ist es unerlässlich, genau zu kontrollieren, an welche Bedingungen die Vorteile gebunden sind. So ist zum Beispiel oft ein Mindestumsatz für die Rabattgewährung notwendig oder der Beitritt zum Kundenclub ist mit einer Gebühr verbunden.

Der gläserne Konsument

Anhand der registrierten Einkäufe, wird der Konsument für das Unternehmen ein sehr transparenter Kunde. Es ist deutlich, was er wann kauft, wofür er sich interessiert, wie seine Lebenssituation ist. Daraus lassen sich dann klare Käuferprofile erstellen. So können Unternehmen ihre Vertriebsmaßnahmen genau auf den Einzelnen abstimmen und sie damit wesentlich effektiver gestalten. Deshalb sind diese Kundendaten für Unternehmen ein teures Gut – und Konsumenten sind gut beraten, bei aller Shoppingfreude doch umsichtig vorzugehen.

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Patrick Herwarth

Pressesprecher
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