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Wenn der Job endet

Statistisch betrachtet wechselt der Österreicher drei Mal im Leben den Job. Demnach ist er zumindest zwei Mal mit dem Thema Kündigung konfrontiert.

Nr. 65, 1. August 2016

Korrekt bis zum Ende

Ist die Entscheidung zu kündigen gefallen, dann heißt es: Nichts überstürzen! Gerade Kündigungen unterliegen eng gefassten Normen und ein formaler Fehler kann Probleme verursachen oder gar Geld kosten.
Deshalb ist es umso wichtiger, vorab genau über Kündigungsfrist, Kündigungsschreiben, Resturlaub und Anspruch auf Arbeitslosengeld Bescheid zu wissen.

Die Kündigungsfrist beträgt bei Angestellten generell einen Monat – außer es wurde im Vertrag anders vereinbart. Kündigen kann man jeweils zum Monatsletzten.
Bei Arbeitern sind Kündigungsfristen und -termine zumeist kollektivvertraglich geregelt.
Auf der Website der Arbeiterkammer gibt es ausführliche Informationen, auch für den Fall der Kündigung durch den Arbeitgeber: https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/beendigung/index.html.

Obwohl die Kündigung keiner Formvorschrift unterliegt, raten Fachleute zur Schriftlichkeit. Das Schreiben muss persönlich unterschrieben sein, E-Mail, SMS oder ähnliches würden definitiv nicht ausreichen. Die Kündigung wird mit dem Tag wirksam, an dem sie beim Arbeitgeber einlangt. Am besten ist es daher, das Schreiben persönlich zu übergeben und die Übergabe mit Datum und Unterschrift bestätigen zu lassen.
Am sichersten ist man übrigens mit dem Wortlaut: „Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum nächstmöglichen Termin." Dann gibt es keine Spekulationen über Kündigungsfristen und den letzten Arbeitstag.

Wer noch Resturlaub hat, kann, aber muss ihn nicht konsumieren. Umgekehrt kann, aber muss der Arbeitgeber einem Urlaubswunsch nicht unbedingt zustimmen.

Das Arbeitslosengeld bekommt der Antragsteller bei einer selbst initiierten Auflösung des Dienstverhältnisses frühestens nach vier Wochen. Allerdings kann das AMS bei „wichtigen Gründen für die Eigenkündigung“ davon absehen.

Der letzte Akt: Das Dienstzeugnis

Auf Verlangen, aber nicht automatisch, muss der Arbeitgeber ein Dienstzeugnis ausstellen. Dabei ist bloß das gesetzliche Mindesterfordernis einzuhalten: Angaben zur Person des Arbeitnehmers, genaue Bezeichnung des Arbeitgebers, Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie Art der Tätigkeit. Es ist also nicht mehr als eine Beschäftigungsbestätigung. Auf ein sog. qualifiziertes Dienstzeugnis gibt es keinen Rechtsanspruch. Wird jedoch ein solches ausgestellt, darf es keinesfalls nachteilige Formulierungen enthalten. Ist dem dennoch so, kann das Zeugnis zurückgewiesen und ein korrektes verlangt werden. Die Arbeiterkammer rät, gleich einen Entwurf des gewünschten Dienstzeugnisses vorzulegen. In den meisten Fällen wird der Arbeitgeber dem Wunsch entsprechen.

Kündigen aus Karrieresicht

Mag es im Einzelfall noch so schwierig sein, aber in der Kündigungs- bzw. Ausstiegsphase und auch nach Beendigung sollten gute Umgangsformen gewahrt werden. Zumeist findet sich ein neuer Arbeitsplatz in derselben Branche oder in der gleichen Region und man wird seinen Ex-Kollegen oder seinem Ex-Chef früher oder später begegnen. Vielleicht holt der potenzielle neue Arbeitgeber dort sogar Referenzen ein. Deshalb ist es essenziell auch im Nachhinein wichtige Spielregeln wie Diskretion und Höflichkeit einzuhalten, um sich nichts zu verbauen.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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