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Voraussetzungen für die Berufsunfähigkeit

Wenn der Beruf nicht mehr machbar ist: Welche Ansprüche sind vorgesehen?

Nr. 33, 7. August 2013

Im Vorjahr verzeichnete die Pensionsversicherung mehr als 22.000 Neuzugänge bei Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspension. Für jeden Einzelnen hat die Berufsunfähigkeit weitreichende Konsequenzen – sowohl in der Lebensgestaltung aber auch in finanzieller Hinsicht.

Verschiedene Namen – ein Grund

Egal, wie man es nun nennt: Berufsunfähigkeit bei Angestellten, Invalidität bei Arbeitern, Erwerbsunfähigkeit bei Selbstständigen oder Dienstunfähigkeit bei Beamten – gemeinsam ist allen, dass die Betroffenen ihrer bisherigen Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen können. Nach Angaben der Pensionsversicherung waren 2012 psychiatrische Krankheitsbilder Hauptgründe für Berufsunfähigkeit bei Angestellten. Bei Arbeitern liegen Erkrankungen des Bewegungsapparats sowie psychiatrische Gründe gleichauf an der Spitze. Insgesamt bezogen 2012 rund 180.000 Personen in ganz Österreich eine Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätspension.

Wer ist zuständig?

Ist jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, seinen Beruf auszuüben, kann er einen Antrag auf eine Pension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit bei der Pensionsversicherungsanstalt stellen. Zusätzlich ist eine ärztliche Bestätigung über das Vorliegen der Berufsunfähigkeit vorzulegen. Die Pensionsversicherungsanstalt überprüft den Antrag vorrangig darauf, ob Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation eine Arbeitsunfähigkeit vermeiden können.

Stichwort: Berufliche Rehabilitation

Hinter diesem Begriff verbergen sich sämtliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die eine Rückkehr ins Berufsleben ermöglichen sollen. Die berufliche Rehabilitation muss zielführend, zumutbar und zweckmäßig sein. Mehr Informationen bietet das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum unter www.bbrz.at. Gerade bei gesundheitlichen Problemen hilft auch www.fit2work.at Rat- und Hilfesuchenden weiter.

Finanzielle Folgen

Während der beruflichen Rehabilitation hat der Betroffene Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe der Berufsunfähigkeitspension. Deren Höhe hängt von der Versicherungsdauer ab und dem jeweiligen bisherigen Einkommen. Zusätzliche Absicherung bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die privat abgeschlossen werden kann.

Rücksicht auf bisherige Tätigkeit

Jeder Versicherte, der nicht mehr in seinem angestammten Beruf arbeiten kann, muss bereit sein, an Nach- oder Umschulungen teilzunehmen. Bei diesen Bildungsmaßnahmen wird auf den bisherigen Beruf, die Interessen und Fähigkeiten sowie das Alter Rücksicht genommen. Eine Umschulung auf ein niedrigeres Niveau darf nicht sein.

Berufsschutz

Der Berufsschutz sorgt dafür, dass versicherte Personen, die ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, nur auf Berufe in ihrer Berufsgruppe verwiesen werden dürfen. Dabei wird unterschieden, ob es sich um einen erlernten bzw. angelernten Beruf oder einen nicht erlernten bzw. nicht angelernten Beruf handelt. Zusätzlich
ist die bisherige Dauer der Tätigkeit entscheidend für den Berufsschutz. Für Personen nach dem 50. Geburtstag gilt eine sogenannte Härtefallregelung. Für Personen ab Vollendung des 58. Lebensjahrs gilt der Tätigkeitsschutz.

Pension als letzter Ausweg

Sind Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation nicht zweckmäßig oder zumutbar besteht der Anspruch auf Pension aus Gründen der Berufsunfähigkeit. Zusätzlich müssen die Anforderungen der Wartezeit (Anzahl an Versicherungsmonaten) sowie die längere gesundheitliche Beeinträchtigung (ärztliche Begutachtung) gegeben sein.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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