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Auf Kur fahren

Sich rundum erholen: Aktiv etwas für die Gesundheit tun.

Nr. 35, 12. Dezember 2013

Massagen, Gymnastik, gesunde Ernährung sowie medizinische Behandlungen – während einer Kur stehen Gesundheit und Wohlbefinden ganz im Mittelpunkt. Ziel einer Kur – im Gegensatz zu einer Rehabilitation – sind vor allem die Erhaltung und Festigung der Gesundheit, aber auch die Linderung chronischer Leiden. Wichtig ist es, mit Hilfe der Kur die weitere Arbeitsfähigkeit zu erhalten, bestehende Einschränkungen zu beheben oder zu vermindern sowie Risikofaktoren zu beseitigen.

Die Beantragung

Zuständig für das Thema „Kur“ ist der Pensionsversicherungsträger, in manchen Bundesländern auch der Krankenversicherungsträger. Der Antrag samt der ärztlichen Bestätigung über die medizinische Notwendigkeit kann von jeder sozialversicherten Person persönlich oder per Post eingebracht werden. Im Zuge des „Allspartenservice“ wird der Antrag auf jeden Fall an die zuständige Stelle weitergeleitet, egal wo er eingebracht wurde.

Der Anspruch

Wichtig für die Genehmigung einer Kur ist die Feststellung des Sozialversicherungsträgers, dass die Kur notwendig ist und eine Besserung des Leidens bringen kann. Kuren werden vor allem bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, des Stoffwechsels, der Atemwege sowie der Haut verordnet. Der konkrete Bedarf wird aber in jedem einzelnen Fall streng geprüft. Ein Antrag kann in fünf Jahren maximal zweimal gestellt werden – außer es bestehen konkrete Gründe für einen häufigeren Kuraufenthalt. Wurde der Antrag auf Kur nicht bewilligt, kann dieser neuerlich gestellt werden, wenn sich der Gesundheitszustand weiter verschlechtert oder eine zusätzliche Krankheit hinzukommt.

Wohin es geht

Eine Kur dauert üblicherweise 22 Tage. Auf Basis der ärztlichen Diagnose werden die geeigneten medizinischen Behandlungen ausgesucht. Dementsprechend wird auch der Kurort ausgewählt – allerdings kann der Antragsteller einen Wunschort angeben.

Nicht ganz gratis

Wer auf Kur fahren möchte, muss – trotz Genehmigung durch die Pensionsversicherung – einen Selbstbehalt zahlen. Die konkrete Höhe ist nach dem Verdienst gestaffelt und wird pro Tag berechnet. Bei manchen Versicherungen, wie der BVA oder SVA, kann ein weiterer Selbstbehalt für die Behandlungen dazu kommen. Wird ein stationärer Aufenthalt genehmigt,
erfolgt die Direktverrechnung direkt über den Sozialversicherungsträger. Wird nur ein Zuschuss gewährt, sind die Kosten zuerst vom Versicherten selbst zu tragen. Die Rückverrechnung ist erst nach Abschluss der Kur möglich.

Hinweis: Zahlreiche Privatkrankenversicherungen enthalten Versicherungsleistungen für Kuraufenthalte. In welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen ist in den jeweiligen Verträgen geregelt.

Was wird aus der Arbeit?

Wird die Kur offiziell genehmigt, gilt sie als Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit und damit als Krankenstand. Der Arbeitgeber hat daher keine Möglichkeit, die Kur zu verhindern. Der Arbeitnehmer muss für seinen Kuraufenthalt keine Urlaubstage verwenden. Wie bei jedem Krankenstand hat der Arbeitnehmer auch während der Kur Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts bzw. auf Krankengeld.

Spezielle Kurangebote

Für besondere Personengruppen gibt es Kurangebote für bestimmte Lebenssituationen. Dazu zählen zum Beispiel Kuren für pflegende Angehörige, Mutter-Kind-Kuren, Kuren für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen, Diätferien für Kinder oder Kuren am Toten Meer. Oft sind die Angebote bundeslandspezifisch. Es macht daher Sinn, bei der zuständigen Gebietskrankenkasse nachzufragen oder direkt bei der Pensionsversicherung.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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