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Autounfall im Ausland

Gute Vorbereitung kann Ärger ersparen: Was tun, wenn es kracht?

Nr. 32, 19. Juni 2013

Egal ob eigener Pkw oder Mietauto: beides ermöglicht Freiheit und Mobilität auch am Urlaubsort. Sightseeing, entlegene Badebuchten oder einsame Lage - mit dem eigenen Auto oder einem gemieteten Untersatz kein Problem. Aber was ist zu tun, wenn es zu einem Autounfall im Ausland kommt?

Hausaufgaben machen

Laut Reisemonitoring des ÖAMTC planen 43%, die Urlaubsreise 2013 mit dem eigenen Pkw anzutreten. Wer mit dem eigenen Auto ins Ausland startet oder plant, vor Ort einen Mietwagen zu nehmen, sollte sich vorab über die jeweils geltenden Rechtsvorschriften informieren. Einen guten Überblick dazu bieten die Länderseiten unter www.oeamtc.at bzw. www.arboe.at. Sämtliche Fragen von Tempolimits über Promillegrenzen bis zu Beleuchtungsvorschriften und Mitführpflichten werden dort beantwortet.

Absicherung bei Reisen mit dem eigenen Auto

Wer mit dem eigenen Auto auf Reisen geht, sollte vorab den Versicherungsschutz überprüfen. Zusätzlich ist oft der Abschluss einer Diebstahlsversicherung oder gar einer Vollkasko- Versicherung bzw. einer Reise-Kaskoversicherung empfehlenswert. Auf jeden Fall muss die grüne Versicherungskarte ins Gepäck: Sie dient auch im Ausland als Beweis, dass das Fahrzeug versichert ist.

Wenn etwas passiert

Egal ob In- oder Ausland, bei einem Unfall sind die Verhaltensregeln stets gleich:

  • Absichern der Unfallstelle: Warnblinkanlage einschalten, (wenn Pflicht) Warnweste anlegen und Warndreieck aufstellen
  • Erste Hilfe leisten und die Rettung unter dem Euro-Notruf 112 rufen
  • Wenn es Verletzte gibt, auf jeden Fall auch die Polizei verständigen. Handelt es sich umeinen reinen Sachschaden und es gibt keine Unklarheiten, muss die Polizei nicht notwendigerweise gerufen werden. Gibt es aber Verständigungsschwierigkeiten, Unklarheiten über den Unfallhergang oder verlangt es das Mietwagenunternehmen, ist es besser, die Polizei hinzuzuziehen.
  • Fotos machen: möglichst viele und genaue, auch die Bremsspuren ablichten, Anhaltspunkte wie Laternenmasten sowie Überblicksbilder und den Schaden im Detail festhalten
  • Zeugen um ihre Adresse bitten
  • Mit den beteiligten Personen Fahrzeug- und Versicherungsdaten austauschen
  • Ausfüllen des Unfallberichts: Personendaten, Fahrzeugdaten, Versicherungsdaten plus Unfallskizze und Unterschrift aller Beteiligten sind notwendig. Idealerweise haben Sie eine zweisprachige Version des europäischen Unfallberichts dabei.
  • Ist die Polizei dabei, um eine Kopie des Unfallprotokolls ersuchen.
  • Bei einem Mietwagen umgehend das Vermietungsunternehmen kontaktieren und die weitere Vorgehensweise abklären. Auf keinen Fall eigenmächtig das Auto abschleppen oder reparieren lassen!
  • Informieren der Versicherung

Zusätzliche Hilfe bietet das Service der österreichischen Automobilclubs. Mitgliedern steht rund um die Uhr eine Info-Hotline zur Verfügung.

Erleichterung bei der Schadensabwicklung

Mithilfe von Schadensregulierungs-Beauftragten der ausländischen Versicherungsunternehmen kann der Unfallschaden, der in einem EU- oder EWR-Staat (Island, Liechtenstein, Norwegen) passiert, jetzt auch über Österreich abgewickelt werden. Das erspart den Fahrzeuglenkern - egal ob schuldig oder nicht - das mühsame Prozedere mit dem Ausland. Genaue Auskunft darüber gibt der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs unter www.vvo.at. Passiert der Unfall im Nicht-EU-Ausland, müssen aber weiterhin Ansprüche bei der ausländischen Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden.

Sonderfälle bei Mietwagen

Besonderheiten gelten dann, wenn man mit einem geborgten Fahrzeug unterwegs ist. Damit es hier nach einem Unfall nicht zu unangenehmen Spätfolgen kommt, gilt es

  • die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorab durchzulesen
  • den Versicherungsschutz vorab zu klären
  • die Kontaktdaten des Autovermieters stets bereit zu haben
  • Das Vorliegen eines Unfallberichts kontrollieren
  • sich auf keine Diskussionen mit dem Unfallgegner einzulassen und umgehend die Polizei zu rufen
  • bei Selbstverschulden auch die Versicherung im Heimatland informieren.

Richtig versichert auch bei gemieteten Fahrzeugen

Unabdingbar bei Mietwagen ist eine Vollkaskoversicherung, die auch selbst verursachte Schäden deckt. Augen auf vor allem beim Selbstbehalt sowie der Haftpflichtleistung! Diese kann in manchen Ländern nur sehr gering sein. Auf den Schäden, die darüber hinausgehen und nicht gedeckt sind, bleibt der Fahrzeugmieter sitzen. Die Haftpflichtdeckungssumme sollte auf jeden Fall mindestens zwei Millionen Euro betragen (in Österreich sind es pauschal sieben Millionen Euro). Hier lohnt es sich, bei der Kfz-Versicherung im Inland nachzufragen, ob der Versicherungsschutz auch für Mietwagen gilt oder sich auf diese ausdehnen lässt.

Hoher Sorgfaltslevel

Für Fahrer eines Mietwagens gelten aufgrund der Vollkasko-Versicherung in jedem Fall besondere Sorgfaltsregeln. Denn bei grob fahrlässigem Verhalten, das zu einem Unfall führt, kann sich die Versicherung ihrer Leistungspflicht entschlagen. Dazu können auch sonst in der Reihe Kavaliersdelikte rangierende Fehltritte zählen, wie das Tragen von nicht geeignetem Schuhwerk.

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Patrick Herwarth

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