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ING-DiBa Austria Redaktionsservice
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Fakten rund ums Thema Bankomat

Die Bargeldversorgung ist nicht gesetzlich geregelt. Praktisch in ganz Europa gibt es unterschiedliche Usancen, an welchen Bankomaten direkt verrechnete Gebühren anfallen oder nicht.

Nr. 66, 7. September 2016

Was Bargeldbehebungen derzeit kosten

In Österreich sind Behebungen am Bankomaten zumeist in der Kontoführungsgebühr enthalten. Eine Ausnahme bildet beispielsweise die Raiffeisenlandesbank Tirol, die bereits seit 2009 bis zu 67 Cent pro Behebung bei Fremdautomaten verrechnet (Erhebung der Arbeiterkammer Tirol).
Noch teurer wird es, wenn man an einem Geldautomaten der Firma Euronet abhebt – dann nämlich werden dafür dem Girokonto 1,95 Euro direkt angelastet.

Wie die Banken mit den Kosten umgehen

Bis zu 70.000 Euro betragen die Anschaffungskosten für einen Bankomaten. Dazu kommen noch die laufenden Aufwendungen für Wartung und Sicherheit.
Für die etwa 7.600 bankeigenen Geräte (betreut durch die Payment Service Austria) übernehmen die Banken die Kosten und verrechnen einander für jede Behebung im sogenannten Interbankenverkehr Servicegebühren.
Ähnlich verhält es sich beim Fremdbetreiber First Data, einem US-amerikanischen Unternehmen, das in Österreich etwa 1.100 Geräte aufgestellt hat – etwa die Hälfte davon in Spar-Filialen. Für jede Behebung fallen Gebühren an, die der Bank des Kunden angelastet werden. Die Servicegebühren betragen in beiden Fällen bis zu 45 Cent pro Geschäftsfall.
Anders verhält es sich bei Abhebungen an einem der etwa 70 Geldautomaten der US-amerikanischen Firma Euronet, die nicht mehr direkt mit den Banken verrechnet, sondern seit Juli 2016 dem Kundengirokonto direkt je 1,95 Euro angelastet.

Österreicher bevorzugen noch immer Bares

Obwohl sich Kartenzahlung, Mobile Payment und Co. rasant weiterentwickeln, ist den Österreichern das Bargeld noch immer sehr wichtig.
So gaben bei einer Umfrage der ING-DiBa zu Jahresbeginn 2016 an, auch in naher Zukunft ihre Gewohnheiten bar zu zahlen, nicht ändern zu wollen. Dementsprechend oft werden in Österreich auch die Bankomaten genutzt. 17% benutzen das Gerät mehrmals wöchentlich, 58% mehrmals monatlich. Nur 6% benutzen es gar nicht. Mit diesen Ergebnissen kann der Bankomat durchaus zu den wichtigsten Services der Banken gezählt werden.

Machtlos gegen die Bankomatgebühr?

Ganz machtlos ist man gegen die Bankomatgebühr nicht:

  • Wem Gebühren angelastet werden, sollte die Behebungen auf ein Minimum reduzieren.
  • Genau prüfen, wie die Regelung der eigenen Bank lautet und gegebenenfalls die Kontoverbindung wechseln.
  • Kontoauszüge kontrollieren und bei entsprechenden Abbuchungen sofort schriftlich Einspruch erheben bzw. eine Rückbuchung verlangen.

Die Arbeiterkammer beschäftigt sich schon des längeren mit dem Thema und stellt für diesen Fall ein entsprechendes Musterschreiben zur Verfügung.

Bankomatgebühr: Quo vadis?

Der Betrieb und das Warten von Bankomaten verursachen zweifelsohne hohe Kosten bei den Banken. Umgekehrt würde auch die Einführung einer direkt verrechneten Bankomatgebühr (so wie jetzt bei Euronet) bei den Konsumenten hohe Kosten verursachen. Mit 200 Euro pro Jahr und Bankkunde könnte in den meisten Fällen durchaus gerechnet werden.
Umso wichtiger ist es nun, die für beide Seiten besten Lösungen zu finden. Vor allem Kostentransparenz und Klarheit scheinen in diesem Zusammenhang wichtige Aspekte zu sein, damit der Kunde die Wahl hat, selbst entscheiden kann und gegebenenfalls zu einem günstigeren Angebot wechselt. Hier wird auch das neue Verbraucherzahlungskontogesetz seinen Beitrag leisten, das umfassende Informationen der Banken betreffend Kontogebühren bereits vor Vertragsabschluss vorschreibt.

Stand 5. September 2016

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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