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Interview in der "Presse": "Österreicher zahlen am meisten für Konten"

Im internationalen Vergleich zahlen Österreicher zu viel für ihre Bankprodukte, sagt Luc Truyens, Österreich-Chef der holländischen ING-DiBa. Die Direktbank macht mit einem Gratiskonto seit Kurzem den etablierten Instituten Konkurrenz.

Interview von Jakob Zirm mit ING-DiBa Austria CEO Luc Truyens in "Die Presse", vom 14. April 2017

US-Internetkonzerne wie Google oder Facebook gelten als die künftigen Konkurrenten für die alteingesessenen Banken - auch in Europa. Die im Onlinegeschäft erprobten Unternehmen experimentieren nämlich zunehmend mit dem Thema Zahlungsverkehr und kaufen entsprechende Start-ups auf. Auch die heimischen Finanzinstitute müssten sich auf diese künftige Konkurrenz vorbereiten, heißt es daher oft. Dass neue Konkurrenten für die etablierten heimischen Banken jedoch viel schneller kommen können, zeigt seit dem Vorjahr die Direktbank ING-DiBa. Das Unternehmen ist zwar Tochter einer ebenso etablierten alten Bank in Holland - der ING Konzern ist mit rund 85.000 Mitarbeitern eine der größten Banken Europas. Sie kann aufgrund eines fehlenden Filialnetzes in Österreich jedoch wesentlich flexibler agieren. Und nachdem das bisherige Geschäftsmodell mit Sparkunden durch die Niedrigzinspolitik der EZB de facto zerstört wurde, mutierte die ING-DiBa hierzulande zu einer Vollbank. So bietet sie seit dem Vorjahr neben Krediten auch ein ganz normales Girokonto an, das für die Kunden vollkommen gratis ist. "Die Österreicher sind schon heute jene Europäer, die am meisten für ihre Konten zahlen. Trotzdem erhöhen die Banken ständig die Preise", sagt Luc Truyens im Gespräch mit der "Presse". Der Belgier ist seit 2015 Chef der heimischen ING-Tochter. Am österreichischen Markt lässt er kein gutes Haar. Denn: "Österreich ist einer der intransparentesten Märkte, die es gibt." Hierzulande könne mit Kreditzinsen geworben werden, die später "einer von Tausend auch wirklich bekommt". Zudem sei auch die Vergleichbarkeit mit anderen Bankspesen für die Kunden in der Regel schwierig. Zusammen mit dem auch von der Nationalbank immer wieder vorgebrachten Faktum, dass es hierzulande im Verhältnis zu den Einwohnern deutlich mehr Banken als anderswo gibt, ergebe das hohe Preise.

525.000 Kunden in Österreich

Das dürfte der ING-DiBa jedoch gar nicht unrecht sein. Denn dadurch gebe es "Raum für neue Anbieter auf dem österreichischen Markt". Wie viele Kontokunden die Holländer bereits gewonnen haben, will Truyens allerdings nicht verraten. Die Nachfrage sei jedoch größer als erwartet. In Summe hat die ING-DiBa hierzulande 525.000 Kunden und verwaltet 8,5 Mrd. Euro. Der überwiegende Großteil der Kunden dürfte jedoch nur ein Sparkonto haben. Doch wie sieht eigentlich das Geschäftsmodell der Bank bei einem Gratiskonto aus? Es gehe darum, den Kunden möglichst gut kennenzulernen. Und das gehe nur über ein Girokonto, so Truyens. Mit den dadurch gewonnenen Daten könnten dann gezielt andere Produkte – Fonds oder Kredite – angeboten werden. Damit mache die Bank schließlich ihr Geld. Möglich ist dies auch, weil die Kosten bei ING in Österreich sehr niedrig sind. Mit 220 Mitarbeitern und nur einer Außenstelle ist man sehr schlank aufgestellt. Das Verhältnis zwischen Kosten und Einkommen (Cost-Income-Ratio) liege "deutlich unter 50 Prozent". Der Schnitt der heimischen Banken liegt bei knapp 67 Prozent.

CEO Luc Truyens

Dass andere Banken diesem Weg folgen werden müssen, ist für Truyens klar: "Das Kundenverhalten hat sich nie stärker geändert als derzeit. Und der Kunde hat immer recht. Wenn er nicht mehr in die Filiale gehen will, dann muss man ihn dort abholen, wo er ist." Die Bank der Zukunft sei eben das Smartphone. "Wir sind erst am Beginn eines Prozesses", ist sich der Belgier sicher. Angst vor wirklichen Start-ups, den sogenannten Fintechs, hat er dabei nicht. Denn sobald die Bank nicht mehr über eine Filiale angreifbar ist, sei Vertrauen in die Marke noch wichtiger. Da profitiere ein Unternehmen wie ING von der Tradition. Zumindest in diesem Punkt gibt er also auch den anderen heimischen Banken noch Hoffnung.

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