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Brille virtuelle Zukunft

Investieren in die virtuelle Zukunft

VREI-Gründer Timon Liebau und Florian Sam im Gespräch

Dachte man vor einigen Jahren an Virtual Reality, dachte man an Science-Fiction – an eine Technologie, die spannend, jedoch im alltäglichen Gebrauch noch so fern war wie in den 80ern die kabellose Mobiltelefonie. Das hielt zwei mutige Unternehmer nicht davon ab, uns Österreicher auf ihre ganz eigene Weise an die virtuelle Welt heranzuführen: Timon Liebau und Florian Sam haben vor genau einem Jahr die Virtual-Reality-Lounge VREI im 7. Wiener Bezirk gegründet. Welche Herausforderungen ein so junges Unternehmen zu bewältigen hat, wo man als Gründer Informationen bekommt und wie man den Mut findet, in die ungewisse Zukunft zu investieren, erzählten uns die beiden im Interview.

Was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Flo: Zum einen war die Grundidee, ein Knotenpunkt für alle Menschen zu werden, die sich für Virtual Reality interessieren. Zum anderen wollten wir der breiten Öffentlichkeit einen Zugang zu diesem spannenden Thema bieten. Die Schwierigkeit dabei war, dass sich die ganze Technologie noch in der Prototypphase befand und es nicht leicht werden würde, Lizenzen zu kriegen und Geld für etwas zu verlangen, was noch niemand kennt. Und somit war die Geschäftsidee geboren, eine Bar zu eröffnen, die selbst schon Einnahmen generiert. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, Virtual Reality in einer Art Spielhalle zu erleben und dazu einen Kaffee oder ein Bier zu trinken.

Ein Tipp für junge Gründer: Holt euch schon vor der Gründung Start-up-Hilfen!

Was hat euch bewogen, in eine noch nicht ganz ausgereifte Technologie der Zukunft zu investieren?

Flo: Das Vertrauen, dass dieses Geschäftsmodell in der Zukunft relevant sein wird. Und das Wissen, dass wir zu den Ersten gehören würden, die das Thema besetzen – vor allem in Österreich.

Timon: Flo hat die finanziellen Mittel durch einen privaten Investor aufgetrieben und ist damit ein Risiko eingegangen. Für mich als Musiker war es immer schon so, dass ich am Existenzminimum gelebt habe. Sicherheit heißt für mich, nicht im Minus zu sein. Davor habe ich acht Jahre lang bei der Sozialversicherung gearbeitet, das war wohl der sicherste Job, den ich bislang hatte und je haben werde. Aber wirklich Spaß hat mir das nicht gemacht. Deswegen war es für mich keine Frage, ob ich einsteige oder nicht.

Virtuelle Zukunft

Was waren die ersten Hürden, die es bei der Gründung zu überwinden galt?

Timon: Förderungen zu erhalten. Wir sind im Endeffekt ein Technikbetrieb, bei dem „Kaffeebetrieb“ draufsteht. Und ein solcher wird bei Technikförderungen, in der Kreativwirtschaft oder im Bereich Innovation außen vor gelassen. Hätten wir das zu Beginn gewusst, dann hätten wir den Gastrobetrieb separat als OG angemeldet und die VREI Media GmbH finanziell unabhängig davon gemacht. Also ein Tipp für junge Gründer: Holt euch schon vor der Gründung Start-up-Hilfen!

Flo: Bei uns war gerade das jedoch sehr schwierig, weil wir etwas vollkommen Neues probiert haben. Wir waren weltweit die Ersten mit diesem Konzept. Und somit war es nicht leicht, sich Hilfe zu holen, da wir selber ja erst einen Markt schaffen mussten und uns nicht ins gemachte Nest setzen konnten.

Ganz konkret: Wo habt ihr euch damals informiert?

Flo: Vor allem online beim Gründerservice und auf WKO.at. Außerdem haben wir eine Unternehmensberatung eingespannt, die von der WKO gefördert wurde. Und das war auch die einzige Förderung, die wir erhalten haben.

Was galt es in Bezug auf Steuern zu beachten?

Flo: Für uns ist vor allem die Abschaffung der Vergnügungssteuer mit 2017 ein großes Glück. Das waren immense Summen. Für die restlichen steuerlichen Belange haben wir uns gute Berater geholt, die persönlich voll hinter der Sache stehen – das hat für uns vieles vereinfacht.

Viele Leute stehen VR noch kritisch gegenüber. Aber das täte ich an ihrer Stelle auch und würde mich fragen: Wieso muss ich mir meinen Fernseher ins Gesicht schnallen?

Timon: Ein wichtiger Tipp für alle Gründer: Man darf sich nicht davor scheuen, den Steuerberater zu wechseln, wenn man das Gefühl hat, er leistet keine gute Arbeit. Ein guter Steuerberater kann Unmengen an Geld rausholen, wenn er etwas von seinem Job versteht.

Was habt ihr im letzten Jahr richtig, richtig gut gemacht?

Timon: Gut war vor allem, dass wir uns einfach getraut und eine Vorreiterrolle übernommen haben. Das hat uns sehr viele Vorteile verschafft. Und was wir außerdem nach wie vor gut machen, ist unser Kundenservice. Ich glaube, kein Konkurrenzbetrieb könnte zu diesem Preis einen derart umfassenden Service bieten. Und gerade das macht uns Spaß. Wir leisten aber immer noch sehr viel Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit, denn viele Leute stehen VR noch kritisch gegenüber. Aber das täte ich an ihrer Stelle auch und würde mich fragen: Wieso muss ich mir meinen Fernseher ins Gesicht schnallen?

Und wieso muss ich das?

Timon: Weil VR in 10 bis 15  Jahren so relevant sein wird, wie es heute für uns Mobiltelefonie ist. Gerade sind wir noch am Anfang der consumertauglichen VR – schon in fünf Jahren werden die Geräte kabellos, leichter und transportabler sein und eine bessere Auflösung haben. Ich denke, dass wir schon sehr viel bewegt haben: Wir haben mittlerweile über 9.000 Leuten so eine Brille aufgesetzt, ihnen gezeigt, was VR ist – unsere Stammgäste werden immer mehr. Die Leute gehen heim und erzählen Freunden und Verwandten von ihrem Erlebnis bei uns und sorgen so für neue potenzielle Kunden.

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